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FDP-Kreisverband wählt neuen Vorstand und kündigt politisches Comeback der Liberalen an

Simon Roloff wurde als Kreisvorsitzender bestätigt: „Läuten wir das Comeback der Liberalen ein, denn ohne Freiheit ist alles nichts“

v.l.n.r.: Volker Jungebluth, Christian Bertl, Torsten Mohr, Michael Willing, Dagmar Reuter, Simon Roloff, Moritz Fingerle (FDP-Bezirksvorsitzender)

Am vergangenen Mittwoch hat der FDP-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen turnusmäßig einen neuen Kreisvorstand gewählt. An der Mitgliederversammlung im Landgasthof Reindlschmiede nahmen rund ein Dutzend Mitglieder teil. Auch anwesend war der frischgewählte Bezirksvorsitzende der FDP Oberbayern, Moritz Fingerle aus München, welcher die Wahlen leitete.

In seinem Rechenschaftsbericht blickte Kreisvorsitzender Simon Roloff auf zwei schwierige Jahre zurück, die neben dem Ausscheiden aus dem Bundestag auch das Scheitern an den Unterstützerunterschriften für die Kreistagsliste mit sich brachten. Erfreulich seien hingegen das starke Ergebnis des FDP-Bürgermeisterkandidaten, Dr. Patrick Lechner, in Wolfratshausen und erste Impulse der neuen Fraktionsgemeinschaft im Stadtrat gewesen, etwa zu den Themen Loisach Ufer und Polizeistation.

Der Bichler stellte sich erneut zur Wahl. In seiner Rede thematisierte der 24-Jährige die zunehmende Polarisierung in Gesellschaft und Politik. „Wir haben verlernt, zu streiten. Nicht mehr das beste Argument zählt, sondern nur noch, ob es ins eigene Weltbild passt. Gerade jetzt muss die Mitte der Gesellschaft wieder laut werden. Als Freie Demokraten wollen wir Menschen ein mutiges Angebot machen, jenseits von Stillstand und politischen Extremen.“ Roloff betonte, den Wählern auch unbequeme Wahrheiten zumuten zu wollen: „Wir müssen ehrlich sagen, was auf unser Land zukommt. Nicht jede Herausforderung lässt sich mit mehr Geld lösen, und nicht jede notwendige Reform wird auf Zustimmung stoßen. Aber Politik muss endlich den Mut haben, auch schwierige Entscheidungen zu treffen, statt Probleme weiter aufzuschieben.“ Der studierte Betriebswirt meint „der fette Staat gehört auf Diät“. Es müsse gelingen, „den Menschen wieder das Gefühl zu geben, dass sie vorankommen können – mit Leistung, die sich lohnt, und einem Land, das wieder eine Vision hat“.

Es sei sein „innerster Antrieb“, wieder mehr Menschen für die Politik der Mitte zu begeistern. Gemeinsam mit dem FDP-Kreisverband wolle er deshalb weitere Formate schaffen, die Menschen wieder stärker miteinander ins Gespräch bringen. „Läuten wir das Comeback der Liberalen ein, denn ohne Freiheit ist alles nichts“ beendet der Kreisvorsitzende. 

Der neu gewählte Kreisvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Simon Roloff wurde als Kreisvorsitzender im Amt bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wurden Dr. Patrick Lechner und Dagmar Reuter gewählt. Das Amt des Schriftführers übernimmt weiterhin Torsten Mohr aus Geretsried. Schatzmeister bleibt Christian Bertl. Als Beisitzer wurden Armin Prokscha, Michael Willing und Volker Jungebluth gewählt. Alle Wahlergebnisse erfolgten einmütig.